Beitrag zur Architekturbiennale Venedig 2012

- WETTBEWERB 2011


Es wird die aktuelle Arbeit deutscher Architekten ausgestellt. Das inhaltliche Thema findet seine Entsprechung in der Erscheinung des Pavillons nach außen. Durch das Kaschieren der Bestandsfassaden mit verspiegelten Oberflächen werden die lokalen Grenzen metaphorisch aufgelöst: Den Deutschen Architekten gibt es noch, das Arbeiten aber findet in einem nahezu grenzenlosen und informationsoffenen Raum globaler Größe statt. Der Fokus liegt nicht auf dem Werk selbst als Output, sondern auf dem Kontext, in dem es entwickelt wird. Es werden deutsche Architekten eingeladen, ihre Standpunkte zu den gestellten Fragen zu vermitteln, indem sie ihre Arbeitstische als Ausschnitte der reellen subjektiven Arbeitssituationen für die Ausstellung zur Verfügung stellen. Hier zeigt sich in idealisierter Form, was ihren Arbeitskontext bestimmt, welchen Inhalten sie aufgeschlossen sind. Der Tisch ist metaphorisch subjektive Filterungsinstanz der zugänglichen Informationsfluten. Die exemplarischen Werke dieser Architekten werden in den Galerien über Bodenmarkierungen in Beziehung gesetzt mit dem jeweiligen Arbeitskontext, in dem sie entstanden. Rückschlüsse und Interpretationen zwischen Werk, Kontext und Einflüssen und umgekehrt sind grundlegender Teil der Ausstellung.