
Im neuen Kleid
Die neue Fassadengestaltung des Kongresshauses in Baden-Baden basiert auf einem dialektischen Entwurfsansatz: Sie würdigt gleichermaßen die Originalsubstanz des Bestands wie auch eine zeitgemäße Formensprache und entwickelt daraus eine identitätsstiftende Gestaltung.
Es entsteht eine klar ablesbare Gebäudestruktur, die durch differenzierte Öffnungsgrade und Transparenzen die vielfältigen Innenräume außen ablesbar macht. Zugleich bildet sie ein jeweils angemessenes architektonisches Gegenüber zum heterogenen städtischen Umfeld, insbesondere auch zur weltberühmten Flaniermeile Lichtenauer Allee.







Es wird die kleinteiligere Fassadengliederung gegenüber der Evangelischen Stadtkirche von Friedrich Eisenlohr am Ludwig-Wilhelm-Platz beibehalten und beim Erweiterungsbau von 1980/81 lediglich durch eine neue Schicht ebenso kleinteiliger, jedoch gleichartiger Fassadenelemente ergänzt und die Expressivität des Baukörpers damit beruhigt.
Die charakteristischen Balkone des 1966 bis 1968 von Günther Seemann als Solitär errichteten Kongresshauses werden in eine neue Lesart überführt. Durch das Zusammenziehen des Balkonbandes oberhalb des Erdgeschosses mit dem Dachband über eine Vertikale gleicher Stärke am Übergang zur gläsernen Gebäudefuge wird die geometrisch klare Silhouette der Großform betont.



Neugestaltung und Sanierung Kongresshaus Baden-Baden
| Lage: | Augustaplatz, Baden-Baden |
| Verfahren: | Realisierungswettbewerb 2012, 1.Preis |
| Auftraggeber: | Stadt Baden-Baden |
| Nutzung: | Kultur, Wissenschaft |
| Kennzahlen: | 10.500 qm BGF |
| Leistung: | LPH 2-8 |
| Status: | Fertiggestellt 2016 |
| Fachplaner: | DS-Plan, Zachmann Ingenieure Ingenieurbüro Wieland GmbH, Ingenieurbüro Hübner |
| Fotos: | K&T GmbH, Peter Usbeck |
| Team: | Timo Heise, Gereon Töpper, Mathias Köster |