Grüne Mobilität

Das Parkhaus Bodensee-Therme wurde im Zuge der Landesgartenschau 2020 als neuer westlicher Stadteingang für Überlingen konzipiert. Der Standort liegt im Bereich der ursprünglichen Hartholzaue – die hier vorherrschende natürliche Vegetation als bedeutendes Kulturlandschaftsgut bildet die Grundlage der Gestaltungsidee.

Großformatige Holzelemente schaffen ein strukturelles, offenes Grundgerüst, das von einer lebendigen Grünmembran überlagert wird. Die Bepflanzung differenziert sich je nach Himmelsrichtung und passt sich so den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen an.

Der Neubau rahmt gezielt die Blickbeziehung von der Bahnhofstraße zum Westtunnelportal der direkt angrenzenden Bodenseegürtelbahn, die als Baudenkmal geschützt ist. Zur Bahnhofstraße als Hauptverkehrsachse markieren drei differenzierte Einschnitte die funktionalen Bereiche: Zugang, Einfahrt und Ausfahrt. Die großzügige Öffnung der Fassade in Richtung Bodensee inszeniert vielfältige Ausblicke auf die Seelandschaft.

Die Parkhausfassade besteht aus kastenförmig gefügten Band-gesägten Fassadenprofilen aus Weißtanne als strukturellem Grundgerüst. Dazwischen befindet sich auf allen Gebäudeseiten ein Drahtgeflecht, welches im Bereich der offenen Fassade im Süden auch als Absturzsicherung und auf allen Seiten als Rankhilfe für die Fassadenbegrünung dient. 

Parkhaus Überlingen

Lage:Bahnhofstraße, Überlingen
Verfahren:Realisierungswettbewerb 2014, 1.Preis
Auftraggeber:Stadtwerke Überlingen GmbH
Nutzung:Verkehr, Infrastruktur
Kennzahlen:5.535 qm BGF
Leistung:LPH 1-8
Status:Fertiggestellt 2020
Fachplaner:Werner Sobek Stuttgart AG, GBB Ingenieure,WS Green Technologies GmbH, ib/h2
Bauweise:Stahl/Beton-Hybridbau
Stellplätze:189
Fotos:Marcus Schwier
Team:Christian Dirumdam, Imke Wömmel, Esther Bogisch, Marco Gärtner

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